Klarstellungen zu Aussagen im Pressebericht der FDP vom 14. bzw. 20. März 2018

In den PM vom 14. bzw. 20.03.18 des FDP Lagers um Uli Jöckel  wird die CSU alleine dafür verantwortlich gemacht, dass das sogenannte Fly-Under-Projekt am Berliner Platz  nicht weiter verfolgt wird. Der Verwaltung wird Untätigkeit vorgeworfen und  der verhinderte OB-Kandidat  spricht in der BZ von einer Luftnummer. Dies bedarf einer Richtigstellung denn die zitierten Beiträge strotzen vor Unkenntnis und Wunschdenken. Uns geht es darum festzustellen, was möglich ist und was von vornherein nicht umsetzbar ist.

Dass der Berliner Platz nicht so ohne Weiteres so umzubauen ist, dass er allen Belangen der dortigen Infrastruktur entspricht, ist klar und seit Jahren bekannt. Mit dem neuen Bahnhalt-Reutin, der umfangreichen Umgestaltung des Lindau-Parks in den kommenden 2 bis 4 Jahren und der  städtebaulichen Herausforderung mit dem Lindenquartier auf dem ehem. Cofely-Areal ergeben sich feste Größen und unumstößliche Fakten, die zu einer Anpassung bzw. Umgestaltung des Berliner Platzes entscheidend beitragen und berücksichtigt werden müssen. Ohne Berücksichtigung dieser Eckpfeiler geht überhaupt nichts. Des Weiteren muss das zukünftige  Wohngebiet südlich des Bahnhofs mit eingebunden werden, um das gesamte Umfeld des Berliner Platzes, welches der Dreh und Angelpunkt in Reutin wird, richtig zu gestalten. Beim letzten Workshop waren sich nicht nur die CSU über die Dimension und die Ausrichtung der Neugestaltung des Berliner Platzes einig, sondern auch eine große Mehrheit im Stadtrat wird dies erfolgreich weiterentwickeln. Wichtig ist im Moment vor allen die Anbindung des neuen Bahnhaltes 2020  in Lindau, was inzwischen konkrete Formen annimmt und auch funktionieren wird. Einen Plan C, D oder F wie Stadtrat Jöckel  und seine FDP-Mitstreiter in deren Seminarhallen immer wieder fordern, ist nicht nur sinnlos, sondern zeigt auch, inwieweit aus dieser Ecke das komplexe Thema verstanden wurde. Wir werden zusammen mit Fachleuten, Planern, der Verwaltung  und einer großen Mehrheit im Stadtrat das Thema angehen und sind überzeugt, dass ein städtebaulicher Wettbewerb unter Einbeziehung des neuen Lindau Parks, die Neugestaltung und Verkehrsführung um das ehemaligen Cofely Areals, die mit Einbeziehung des Wohngebietes südlich des neuen Bahnhalts und der Anbindung an den neuen Bahnhof zu einer nachhaltigen Lösung in Reutin führen wird.

Ganz abgesehen von der Tatsache, dass der Bau einer Unterführung (Fly-Under) auf Grund der geologisch absolut unbekannten Beschaffenheit des  Untergrundes immens teuer und für die umliegenden Gebäude auf Dauer höchst gefährlich sein könnte. Den Denkern aus der Robert-Bosch-Straße  scheinen auch die Dimension einer solchen Großbaustelle komplett entgangen zu sein. Auf mindestens ein Jahr (wenn nicht mehr) wäre der Platz komplett gesperrt. Zufahrten zu Lindau-Park/Rickenbacher-Straße/Ärztehaus/Apotheke u.a. nicht möglich. Die Platanen-Allee Bregenzer Straße fällt zur Hälfte. Wann die Bahn  die noch stehenden Bahnhofsgebäude schleifen wird,  ist nicht bekannt, vermutlich nicht vor 2020. All diese und noch andere vernünftige Überlegungen haben die CSU-Fraktion veranlasst, von einer Weiterverfolgung des Fly-Under-Projektes Abstand zu nehmen. Mit dieser Meinung steht die CSU-Fraktion im Stadtrat nicht alleine, ganz im Gegenteil. Die CSU nun zum Buhmann und Verhinderer zu machen ist lächerlich.

Die CSU, insbesondere unser Kollege Willi Böhm, hat sich seit Mitte 2017 um die Herbeiführung einer tragfähigen Lösung „Berliner Platz“ insofern bemüht, als er Kontakte zwischen dem Verkehrsplanungsbüro Besch und Partner und der Stadt Lindau/Tiefbau geknüpft hat um Bewegung in die Angelegenheit zu bringen. In intensiven Gesprächen unter Beteiligung aller  am Geschehen um den Berliner Platz kam man nun zu einem, aus unserer Sicht vertretbaren, ausbaufähigen Ergebnis, das dem Stadtrat vorgestellt wurde.

Den nun vorliegenden Vorschlag verstehen wir als eine Basis, auf der sukzessive und langfristig aufgebaut werden kann. Sie entspricht voll den ersten Anforderungen, nämlich verkehrlicher Anschluss des Bahnhaltes (mit Parkplätzen) bis 2020 und bewirkt auch eine Verbesserung der Verkehrsführung im Kreisel. In den Workshops wurde bereits 2017 sowohl  die Option einer Stegführung vom Lindau-Park zum Bahn Halt und dann weiter in Richtung Reutiner Bucht als auch die Verlegung des Geh- und Radverkehrs auf eine Ebene über dem Berliner-Platz gesprochen bzw. angedacht. Diese Planung bedarf aber eines weiterführenden, städtebaulichen Konzeptes bzw. Wettbewerbs. Dies gilt es aber abzuwarten. Mit dem nun vorliegenden  Plan „B“  kann sehr gut weiter gearbeitet werden ohne sich den Weg für weitere Optionen zu verbauen.

Für die CSU Stadtratsfraktion

Thomas Hummler
Karl Schober
Willi Böhm
Stefan Büchele

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